Du öffnest eine neue App. Eine Notiz-App, sagen wir. Was soll schon passieren.
Drei Onboarding-Screens. Eine Berechtigungs-Abfrage. Dann: eine Paywall. 9,99 Euro im Monat. „Jetzt 3 Tage gratis." Der Schließen-Button ist grau auf hellgrau. Der „Weiter"-Button glüht.
Du hast noch keine einzige Notiz gemacht.
Wie wir hier gelandet sind
Irgendwann um 2016 herum haben App-Entwickler einen Trend entdeckt: Ein Einmalpreis wächst nicht. Ein Abo wächst jeden Monat.
Das ist nicht von Natur aus böse. Manche Produkte brauchen ein Abo, weil sie jeden Monat echte Kosten verursachen. Ein Musikdienst muss Server bezahlen und Künstler. Ein Cloud-Speicher muss Festplatten drehen. Eine KI muss GPU-Zeit kaufen.
Dagegen sagt niemand etwas.
Was dann passiert ist: Auch Apps, die nichts davon tun, haben Abos bekommen. Ein Offline-Taschenrechner. Ein Wetter-Widget. Ein PDF-Viewer, der im Prinzip fertig ist, wenn er PDFs öffnet. Überall: „Pro-Version", „Premium", „monatlich kündbar".
Die Logik dahinter: Wenn alle es machen, reißt niemand aus. Und wenn ein Prozent der Nutzer vergisst zu kündigen, ist das eigentliche Geschäftsmodell.
Das ist das, was wir nicht mögen
Nicht Abos an sich. Abos als Default.
Abos bei Apps, die nach dem ersten Kauf technisch fertig sind. Abos, die dafür erfunden wurden, dass man vergisst, sie zu beenden. Abos, die nach drei Wochen Gratis-Probe ohne Erinnerung starten. Abos, die sich halbjährlich „anpassen".
Wenn du Verso auf deinem iPhone öffnest, ist kein Server dazwischen. Der Scan passiert auf deinem Gerät. Das OCR rechnet deine CPU. Das PDF speichert dein iCloud Drive, das du sowieso schon bezahlst. Es gibt nichts, was jeden Monat Strom verbraucht, außer deinem Handy selbst.
Also: Einmal kaufen, fertig. Das ist der einzig ehrliche Preis für eine App, die so gebaut ist.
Wann wir selbst ein Abo machen
Manchmal ist ein Abo richtig. Das ist kein Widerspruch.
Quitto scannt Belege, schickt sie durch OCR, speichert sie, synchronisiert sie über mehrere Geräte und hält Backups vor. Jeder dieser Schritte kostet Geld — nicht einmalig, sondern jeden Monat, solange die App läuft.
Da ein Abo zu nehmen ist ehrlicher als zu tun, als wäre das alles gratis. Oder nur „einmalig", mit dem Hintergedanken, in Version 2.0 dann doch ein Abo draufzusetzen.
Unsere interne Regel: Ein Abo gibt es nur, wenn wir dir ausrechnen könnten, dass es für uns wirklich laufende Kosten deckt. Nicht, weil der Markt das macht. Nicht, weil Investoren das schön finden. Weil es nötig ist.
Wie ein faires Abo aussieht
Auch innerhalb der Abo-Logik gibt es Unterschiede. Was wir versuchen, wenn wir ein Abo-Modell bauen:
- Klare Sprache. Wir schreiben, was du bekommst und was du zahlst. Keine „ab 2,99 Euro pro Monat*" mit Sternchen, hinter dem die 3,99 stehen.
- Gratis-Modus mit Substanz. Du kannst die App echt benutzen, bevor du dich entscheidest. Nicht nur eine Landing Page mit Button.
- Einfache Kündigung. Genau ein Tap tiefer als der Abschluss war. Kein „Bist du dir wirklich sicher"-Dialog mit vier Stufen.
- Lifetime-Option, wo möglich. Wenn du keine monatliche Abrechnung willst, zahlst du einmal mehr und bist raus. Fair für beide Seiten.
- Kein Kaltstart. Preiserhöhungen gelten für Neukunden. Dein Tarif bleibt, wie er war — solange es geht.
Was dir das bringt
Wenn du eine hyperzero-App kaufst, gibt es zwei Szenarien.
Szenario eins: Du hast einmal gezahlt. Die App liegt auf deinem iPhone. In drei Jahren liegt sie immer noch da, ohne dass irgendwo ein Betrag abgebucht wurde, den du vergessen hast. Wenn sie dir nicht mehr gefällt, löschst du sie. Wenn sie dir gefällt, bleibt sie.
Szenario zwei: Du hast ein Abo abgeschlossen. Weil die App eines braucht — echte Kosten im Hintergrund. In dem Moment, in dem du es nicht mehr willst, kündigst du. Sofort. Ohne Trick.
Beides sollte normal sein. Dass es das bei den meisten Apps nicht mehr ist, ist der Grund, warum hyperzero existiert.
Und jetzt?
Wenn dich das überzeugt, probier eine der Apps aus. Wenn du mehr darüber lesen willst, wie hyperzero grundsätzlich tickt, liegt das Manifest hier.
Wenn nicht — auch okay.
Wir sind nicht hier, um dir zu sagen, was du kaufen sollst. Wir sind hier, um dir zu zeigen, dass Apps nicht so laut sein müssen, wie sie sind.