Unser Standpunkt

Manifest

Weniger App. Mehr Ruhe.

Drei Prinzipien für kleine iOS-Apps, die eine Sache richtig machen. Fair bepreist, ohne Tracker, ohne Dark Pattern.

Was du auf dieser Seite liest, ist kein Marketing. Es ist die Mindestbedingung dafür, dass eine App das Etikett "hyperzero" tragen darf.

Warum es hyperzero gibt

Etwas ist mit Apps passiert.

Vor zehn Jahren war eine App ein kleines Werkzeug. Eine Aufgabe, ein Button, fertig. Du hast sie gekauft. Sie hat funktioniert. Fall erledigt.

Heute will jede App alles. Ein Taschenrechner mit Pro-Version. Ein Wecker mit sieben Onboarding-Screens. Ein Scanner, der dich dreimal pro Woche um eine Bewertung bittet und monatlich 9,99 Euro kostet, weil irgendwo eine Cloud laufen muss, die niemand bestellt hat.

Zwischen dir und deiner Aufgabe steht ein Konto, ein Abo, eine Benachrichtigung und ein Dialog, der dich fragt, ob du jetzt wirklich abbrechen willst.

hyperzero ist dafür gebaut, dass es auch anders geht.

Drei Prinzipien. Mehr nicht.

Klein

Eine hyperzero-App macht eine Sache.

Nicht vier. Nicht zehn. Eine.

Ein Dokumentenscanner scannt Dokumente. Keine To-do-Liste, kein Kalender, kein integrierter Chatbot, der dir beim Scannen hilft. Das Dokument kommt rein, ein PDF geht raus. Das ist die Aufgabe.

Wenn wir beim Bauen merken, dass eine App zwei Sachen machen will, wird es zwei Apps. Oder eine davon fällt raus.

Das ist unbequem. Man könnte Features stapeln. Man könnte eine Super-App bauen, die alles kann — und nichts richtig. Der Markt belohnt das sogar, kurzfristig. Längere Feature-Listen, höhere Conversion, mehr Rezensionen.

Wir machen es trotzdem nicht.

Weil eine Sache, die klein bleibt, eine Sache ist, die man polieren kann. Eine App, die 14 Dinge tut, kann keines davon wirklich gut tun. Eine App, die eine Sache tut, kann sie fast perfekt machen.

Sorgfältig

hyperzero wird von einem Designer geführt, nicht von einem Entwickler.

Das klingt nebensächlich. Ist es nicht.

Die meisten Indie-Apps werden aus einer technischen Idee heraus gebaut. Erst die Architektur, dann die Features, dann — wenn noch Budget da ist — das Design. Das sieht man. Menüs sind nachgedacht, Icons sind zusammengeklickt, die Sprache ist aus dem englischen Changelog übersetzt.

Wir drehen das um.

Jede hyperzero-App beginnt als Entwurf. Als Ablauf, als Wort, als Gefühl. Erst wenn der erste Bildschirm sitzt — nicht „funktioniert", sondern *sitzt* — wird Code geschrieben.

Jede Farbe ist entschieden. Jeder Text ist geschrieben, nicht aus Bausteinen zusammengeklickt. Jede Animation hat einen Grund. Wenn ein Button drei Pixel zu weit rechts steht, wird er verschoben. Wenn das OCR-Ergebnis einmal zu oft eine Zeile verschluckt, wird es getauscht.

Das dauert länger. Eine App pro Quartal, nicht eine pro Woche.

Dafür verhält sich eine hyperzero-App wie ein gutes Werkzeug: unauffällig, wenn sie funktioniert. Du denkst nicht „die App hat meinen Beleg gescannt". Du denkst „ich habe einen Beleg gescannt". Das ist der Unterschied.

Fair

Fair bepreist heißt: der Preis steht im Verhältnis zum Nutzen.

Nicht mehr, nicht weniger.

Manche hyperzero-Apps sind Einmalkäufe. Du zahlst 4,99 Euro oder 9,99 Euro, und die App gehört dir. Sie funktioniert in fünf Jahren noch, ohne dass du etwas überweisen musst.

Andere hyperzero-Apps haben ein Abo. Nicht, weil wir das schick finden — sondern weil im Hintergrund laufende Kosten anfallen, die nicht aus einem Einmalpreis gedeckt werden können. Serversync, OCR-Power, Speicher, API-Aufrufe.

Beispiel: Verso ist ein Scanner, der komplett auf deinem iPhone läuft. Einmal kaufen, fertig. Quitto verwaltet Belege mit OCR und Sync über mehrere Geräte — das kostet jeden Monat Infrastruktur, also kostet es auch jeden Monat Abo.

Beide Wege sind in Ordnung. Unfair wird es, wenn das eine als das andere getarnt wird. Ein Abo, um einen Screenshot zu exportieren. Ein Einmalpreis, der plötzlich nach drei Monaten eine „Premium Version" verlangt. Ein Feature, das gestern frei war und heute hinter einer Paywall liegt.

Das machen wir nicht.

Was wir zusätzlich nicht machen:

  • Dark Patterns im Kaufprozess
  • Tricks beim Kündigen
  • Versteckte Gebühren
  • Preise, die kurz vor einer Rezession „angepasst" werden

Wenn wir eine Preiserhöhung brauchen, sagen wir das. Für Neukäufer. Bestehende Verträge bleiben, wie sie sind.

Versprechen

Unabhängig von Preismodell und App gilt für alles, was hyperzero veröffentlicht:

Kein Tracker. Keine Analytics-SDKs, keine Werbe-IDs, keine Third-Party-Netzwerke. Die einzigen Metriken, die wir sehen, sind die, die Apple uns in App Store Connect anonymisiert zeigt, beim Direktvertrieb die Verkaufszahlen, die Gumroad zeigt — und die, die du uns freiwillig zuschickst.

Keine Werbung. Nie. Nicht als Banner, nicht als Interstitial, nicht als „Empfehlung" für eine andere App. Wenn du für eine App bezahlst, bist du Kunde. Nicht Produkt.

Kein Dark Pattern. Keine versteckten Auto-Renews, keine vorausgefüllten Upgrades, keine Buttons, die größer sind als andere, weil wir dich zum Klick manipulieren wollen. Wenn du nicht kaufen willst, ist „Nein, danke" genauso leicht wie „Ja".

Das sind keine Features. Das sind die Mindestbedingungen.

Wer das baut

hyperzero ist ein kleines Label aus Deutschland.

Eine Person steckt hinter allem — Design, Code, Support, Entscheidungen. Made in Germany, genauer: aus dem Ruhrgebiet.

Das heißt: langsamer als ein Startup. Persönlicher als ein Konzern. Näher an dir, als eine Marke mit drei Produktmanagern und zwei Growth-Hackern es je sein könnte.

Wenn du eine Frage hast, schreibst du an hello@hyperzero.de. Antwort kommt von derselben Person, die die App gebaut hat.

Wenn dir etwas nicht gefällt, schreibst du es auf. Wir lesen es. Nicht jedes Feedback wird umgesetzt — aber jedes wird gelesen.

Das ist der Deal.

Und jetzt?

Drei Apps sind fertig. Weitere kommen, wenn sie fertig sind.

Wenn das nach etwas klingt, das du haben willst, schau bei den Apps vorbei.

Wenn du wissen willst, wie das im Detail funktioniert, liegt im Journal etwas für dich.

Wenn nicht — auch okay. Zurück zu einer App, die laut ist, ist jederzeit möglich.

Aber wenn du das hier liest, denken wir, du weißt schon, warum du lieber weniger App hättest.

Und mehr Ruhe.